Dvořák kostet extra

Missgelaunte Randbemerkung aus dem Setzer-Alltag: Wieso muss man DTP-Schriften in unterschiedlichen Sprachausbaustufen anbieten? In den Bereichen, in denen ich arbeite, kann es schon mal vorkommen, dass zum Beispiel Antonín Dvořák erwähnt wird, und wenn man dann vom Font der Wahl nicht die teure Pro-, sondern nur die Standard-Version hat, fällt spätestens beim ř auf, dass die tschechische Sprache nicht unterstützt wird, und dann muss stattdessen Gustav Mahler ins Programm genommen werden :-) 
Gut, mit einem anständigen Satzprogramm oder mit InDesign lässt sich das ř auch mit Tricks erzeugen, aber das ist nicht sonderlich elegant und birgt je nachdem, wie das Dokument noch weiterverarbeitet wird, erhebliches Fehlerrisiko. Von mir aus könnte lieber *jede* Schrift wenige Euro mehr kosten, dafür ist aber umfassende Sprachunterstützung gegeben, als dass ich mir vor einem jeden Projekt schon überlegen muss, welche Glyphen drin vorkommen könnten und welche meiner Fonts dazu passen …

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